Chronik der DDR-Folkszene

Die (unvollständige) Zeittafel beginnt nicht zufällig 1976. Am Ende jenes Jahres konstituierte sich während der ersten DDR-offenen Folkwerkstatt im Studentenklub der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst eine eigenständige Szene. Zuvor hatte es im Land lediglich einzelne Folkbands gegeben.

Die Chronik endet 1990 mit dem Beitritt des zweiten deutschen Staates zur Bundesrepublik, durch den sich für die gesamte DDR-Bevölkerung die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend veränderten. Für die Bands hieß das vor allem: Sowohl Fördertopf als auch Gängelband gehörten mit einem Schlag der Vergangenheit an.

Nicht alle Gruppen, die in diesen anderthalb Jahrzehnten in der DDR bestanden, können hier erwähnt werden, in vielen Fällen fehlen verlässliche Angaben. Das gilt besonders für die studentischen Bands, die sich im Allgemeinen nach Ende des drei- oder vierjährigen Studiums auflösten und dadurch eben keine Fixsterne am ostdeutschen Folkhimmel waren, sondern eher Sternschnuppen.

Am Anfang jedes Jahres werden im Telegrammstil wichtige historische Ereignisse genannt, anschließend summarisch Bandgründungen, Schallplatten, Liederhefte und Volkstanz-Aktivitäten.

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Plakat der Folkwerkstatt im Oktober 1976 in Leipzig (Gestaltung: Jürgen Wolff)