Piatkowski & Rieck

Das Duo lernte sich 1975 im Rostocker Singeklub KuBa kennen. Joachim Piatkowski (Gitarre, Drehleier, Bandoneon) und Wolfgang Rieck (Gitarre, Banjo, Mandoline) widmeten sich anfangs deutschsprachiger und nordamerikanischer Folklore, dann aber intensiv plattdeutschem Liedgut, verfassten auch eigene Texte in Platt und gestalteten Kinderprogramme. Damit zählten sie zu den erfolgreichsten Folkmusikern in der DDR, traten im Fernsehen und bei Festivals auf und bekamen 1979 den Hauptpreis der Chansontage in Frankfurt (Oder) und den Rostocker Kulturpreis. 1985 durften sie zum ersten Mal auf Gastspielreise (Auslandsauftritt) in die Bundesrepublik fahren und erhielten anschließend ein Dauervisum. 1987 versuchte das Kulturministerium, beiden die Annahme des Preises der westdeutschen Stadt Bad Bevensen für die herausragende Interpretation niederdeutscher Lieder zu verwehren, ohne dafür Gründe zu nennen. 1993 löste sich das Duo auf, da sich Piatkowski auf seinen Arztberuf konzentrieren wollte. Rieck schloss sich der Hamburger Gruppe Liederjan an, seit 2001 spielt er solo oder in anderen Projekten.

Tonträger: Frisch auf ins weite Feld (AMIGA 1980, 4 Titel); Plattdeutsche Lieder (AMIGA 1983); Utkiek (AMIGA 1987); Old-Meklenborg for ever (1991)

Buchcover "Volkes Lied und Vater Staat"