Karo

Die in der Folkszene, bei Bohemiens, aber auch bei Arbeitern beliebte Zigarettenmarke aus dem VEB Vereinigte Zigarettenfabriken Dresden hatte einen kräftigen, durch keinerlei Zusätze verfälschten Tabakgeschmack. Die filterlosen Karo-Zigaretten, extra stark, die Schachtel mit 20 Stück für 1,60 Mark, gehörten zu den billigsten „Lungentorpedos“. Und sie waren imageprägend: Die Karo galt als die „Kult-Lulle“ des unangepassten Ossis, vergleichbar den Gitanes oder Gauloises im Westen.

Jürgen Wolff von Folkländer und Bernd Stamm von Polkatoffel (von links nach rechts) haben sich eben eine Karo angezündet. In der Mitte: Matthias "Kies" Kießling von Wacholder, ganz rechts Horst Traut von Kantholz.
Jürgen Wolff von Folkländer und Bernd Stamm von Polkatoffel (von links nach rechts) haben sich eben eine Karo angezündet. In der Mitte: Matthias "Kies" Kießling von Wacholder, ganz rechts Horst Traut von Kantholz.

Buchcover "Volkes Lied und Vater Staat"